Kunstsammlung Neubrandenburg, Foto (c) Ute Mahler, 2026, © Kunstsammlung Neubrandenburg, Foto (c) Ute Mahler, 2026

Wohnkomplex
Neubrandenburg. Kunst und Leben im Plattenbau

Wohnkomplex – Neubrandenburg. Kunst und Leben im Plattenbau




    Die Ausstellung „Wohnkomplex – Neubrandenburg. Kunst und Leben im Plattenbau" widmet sich einem Architektur- und Lebensmodell, das die Vier-Tore-Stadt wie kaum eine andere in Deutschland prägt: dem Plattenbau.

    Die Ausstellung zeigt mit Positionen der Gegenwartskunst und Kunst in der DDR, wie dieser Wohn- und Bautyp bis heute in Stadtlandschaft und Gesellschaft nachwirkt. Vor dem Hintergrund der grassierenden Wohnungsnot in Deutschland liefert die Ausstellung und ihr Begleitprogramm auch Bezüge zu einer der großen gesellschaftspolitischen Herausforderung der Gegenwart.

    Der Plattenbau war einst das Herzstück der DDR-Sozialpolitik – ein Ort der Vergesellschaftung und ein Symbol für den realsozialistischen Fortschritt. In Neubrandenburg manifestierte sich dieses Modell bis zum Jahr 1990 mit einer eher positiven Resonanz. Nach dem Ende der DDR wurde der Plattenbau zum Schauplatz schmerzhafter Transformationen und sozialer Spaltung. Bis heute befindet er sich selbst in einem Transformationsprozess zwischen Denkmalwert und gelebter Gegenwart – ein umkämpfter Erinnerungsort, an dem das Wohnen und Leben weitergeht.

     Mit „Wohnkomplex – Neubrandenburg" erweitert Kito Nedo in Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung Neubrandenburg sein ursprünglich für das MINSK in Potsdam entwickeltes Ausstellungskonzept um eine (selbst-)kritische Auseinandersetzung vor Ort. Zwischen neuer Identitätsfindung und Erinnerungskultur fokussiert die Ausstellung das Erleben und Leben in dieser besonderen Architektur. Gezeigt werden Leihgaben und Werke aus der Kunstsammlung Neubrandenburg, die Wandel und Kontinuität einer Entwicklung in den Widersprüchen der Transformationsgesellschaft in Ostdeutschland beispielhaft beleuchten.

    Kito Nedo wurde für die Ausstellung und Begleitpublikation „Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau“ für das MINSK, Potsdam, mit dem Justus Bier Preis für Kurator:innen 2026 ausgezeichnet.

    Unter anderen werden Werke gezeigt von: Karl-Heinz Adler, Sibylle Bergemann, Jan Brokof, Manfred Butzmann, Andreas Dress, Mirjam Elburn, Sebastian Jung, Harald Kirschner, Karsten Konrad, Ute Mahler, Wolfgang Mattheuer, Uwe Pfeifer, Inken Reinhart, Juli Schupa, Wenke Seemann, Robert Seidel, Volker Stelzmann, Christian Thoelke, Claus Weidensdorfer, Karlheinz Wenzel und Siegfried Wittenburg.


    Alle Angaben ohne Gewähr.

    Wohnkomplex – Neubrandenburg. Kunst und Leben im Plattenbau

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