Ulrich Tukur, Olena Kushpler, Christian Redl, © Brinkhoff-Moegenburg

Ulrich Tukur: Vom Zauber einer verwehenden Sprache

Villa Papendorf

Ulrich Tukur: Vom Zauber einer verwehenden Sprache



    Villa Papendorf

    Ulrich Tukur, Rezitation
    Christian Redl, Rezitation
    Olena Kushpler, Klavier 

     „Vom Zauber einer verwehenden Sprache“ 

    Deutsche Gedichte und Balladen 

    Die Sprachkünstler Ulrich Tukur und Christian Redl wollen in einer Zeit, in der die Sprachen zunehmend vernachlässigt und verwahrlost und der visuellen Überreizung nochmal an die Anfänge, an den Ursprung von Theater erinnern: Den Text, die Sprache mit der man eine gute Geschichte erzählt. Neben ihren Lieblingsgedichten haben sie sich dazu eine zu Unrecht fast in Vergessenheit geratene Form ausgesucht: Die Ballade. Den meistens nur noch als quälende Erinnerung aus dem Deutschunterricht bekannt. 

    Aber wie der Kriminalroman lebt sie von Spannungsmomenten und Knalleffekten. Und wie in diesem verwandten Genre geht es immer um Mord, Ehebruch, Verführung, Kindsmord und unerwiderter Liebe, wie schon Friedrich Schiller, selbst ein begeisterter Balladenschreiber bemerkte. 

    Oft sind ganz volkstümliche Geschichten von Mord und Todschlag, Spukerscheinungen oder Liebe und Untreue die Quelle. Sie beschreiben immer wieder den Konflikt des Einzelnen mit der Gesellschaft und stellen die ewigen Fragen nach Gerechtigkeit, Schicksal und Schuld. Aber, wenn man genau liest und ein wenig gegen den Strich der gereimten Oberfläche, findet man die Nähe zum Bänkelsang, zu Komik und Kolportage, Sex und Crime. Wie eine alte Boulevard-Zeitung auf literarisch höchstem Niveau. 

    Alle Angaben ohne Gewähr.

    Ulrich Tukur: Vom Zauber einer verwehenden Sprache

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