Dialogführung: Papier. Picasso x Rapedius

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    Was die Digitalisierung für beendet erklärt, erweist sich in der Kunst als erstaunlich lebendig. Papier trägt Ideen, macht Prozesse sichtbar und wird selbst zum Material für Skulpturen und Installationen. Es ist leicht, nahezu immer verfügbar und lässt sich auf schier unendliche Art und Weise bearbeiten. Kein Wunder also, dass Papier nach wie vor zu den wandelbarsten und unverzichtbarsten Materialien in der Kunst zählt.

    Mit Arbeiten von Pablo Picasso (1881-1973) und den Berliner Künstlern Renée (*1973) und Thomas Rapedius (*1975) lässt die Ausstellung Arbeiten auf und aus Papier aufeinandertreffen und zeigt, wie unterschiedlich das Material künstlerisch gedacht und genutzt werden kann.

    Für Picasso war Papier oft der Ausgangspunkt für seine unerschöpfliche Innovationskraft. In Zeichnungen und Druckgrafiken testete er neue Techniken, brach mit Sehgewohnheiten und entwickelte seine Bildsprache stetig weiter. So schuf er eines der umfangreichsten grafischen Œuvres des 20. Jahrhunderts. Mit Arbeiten aus der Sammlung Klewan macht die Ausstellung einen Zeitraum von über drei Jahrzehnten in Picassos grafischem Werk sichtbar.

    Auch in den Arbeiten von Renée und Thomas Rapedius spielt Papier eine zentrale Rolle. Neben Zeichnungen und Fotografien reicht ihre Erkundung bis in den Raum hinein, sogar bis hin zur Imitation des Materials. In Resonanz mit Picassos Arbeiten zeigt die Ausstellung Papier in seiner ganzen Vielfalt: als Fläche und Körper, als Träger und Objekt, als Material und Illusion.

    Alle Angaben ohne Gewähr.

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